Regenbogen-Referat der Uni Freiburg - seit 1998 -

Filmvorstellung taipeilove* und Q&A mit Filmemacherin Lucie Liu

“Taipeilove” ist ein Dokumentarfilm über den Kampf für Gleichberechtigung von Homosexuellen in Taiwan. Dafür wurden über einen Zeitraum von acht Monaten Betroffene, Experten, Politiker und Akteure der Zivilgesellschaft begleitet. Der Film berichtet aus der Zeit, in der die Gesellschaft über die Ehe für Alle diskutierte und gesellschaftliche Kämpfe, Demonstrationen und Referenden die Stimmung im Land prägten. Am 24. Mai 2019 heirateten die ersten gleichgeschlechtlichen Paare in Taiwan. Damit ist es das erste Land in Asien, das die gleichgeschlechtliche Ehe legalisiert hat.
In dem Film erzählen Sarah, David und Kevin über ihr Leben als Homosexuelle; wie offen, sicher und frei sie sich in einer konfuzianistisch geprägten Gesellschaft bewegen können und wie sie wegen familiärer Traditionen ausgegrenzt wurden und werden. Sie berichten von ihren Coming-Outs, der Reaktion ihrer Familien, ihren Erfahrungen von Diskriminierung und der Suche nach gesellschaftlicher Anerkennung und persönlicher Entfaltung. Und ihrer Hoffnung. Zu Wort kommen neben den Protagonistinnen und Protagonisten auch Aktivistinnen und Aktivisten wie Chi Chia Wei (langjähriger Schwulenrechtsaktivist), die Politikerin Yu Mei Nu (brachte den Gesetzesentwurf für die Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe ein), die Anwältin Victoria Hsu und Vertreterinnen und Vertreter zivilgesellschaftlicher Organisationen wie Wayne Lin und Jennifer Lu von der Tongzhi Hotline (Beratungsstelle für Homosexuelle). All diese Menschen haben maßgeblich zur Legalisierung der Ehe für Alle in Taiwan beigetragen.
Filmemacherin Lucie Liu ist eine junge deutsche Filmemacherin mit chinesischem Hintergrund. Sie studiert Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der UdK Berlin und lebt und arbeitet in Berlin. Ihr Film “Taipeilove” zeichnet ein breites Bild einer jungen Gesellschaft im Umbruch zwischen Tradition und Moderne, die bestehende Strukturen ändern möchte. Es ist der erste Dokumentarfilm zu diesem Thema weltweit.

  • 5. November 2019
  • 20:00 - 22:00